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Orientteppiche – hochwertige Textilkunst mit langer Tradition

Orientteppiche Das Weben bzw. Knüpfen von Orientteppichen ist ein altes Kunsthandwerk, das bis heute nicht an Wert verloren hat. Produkte wie ein exklusiver Persischer Teppich können selbst gebraucht noch über 1000 Euro im Ankauf kosten. Dabei gibt es schon beim Kauf eines Orientteppichs einiges zu beachten. Beispielsweise muss man mit Blick auf Herkunft und Muster der Orientteppiche individuellen Arten unterscheiden. Einige Varianten sind hier eher elegant bis traditionell gehalten, während andere sehr modern wirken und damit auch zu eher unkonventionellen Wohndesigns passen. Wer solch ein hochwertiges Teppich Exemplar erst einmal erstanden hat, der sollte es außerdem pfleglich behandeln. Lesen Sie deshalb nachstehend nützliche Tipps zum Kauf und zur Pflege von Orientteppichen.

Orientteppich Test 2020

Ein Traditionsteppich wie aus 1001 Nacht

Orientteppiche Die Fertigung von Orientteppichen ist bereits seit 2000 v. Chr. schriftlich belegt und wurde 2010 sogar von der UNESCO in die Liste der immateriellen Kulturgüter der Menschheit aufgenommen. Antike Keilschriften zeichnen von Beginn an ein äußerst majestätisches Bild von den Teppichen. Immer wieder werden sie mit dem orientalischen Palastleben in Verbindung gebracht, was aufzeigt, dass Orientteppiche stets als hochwertige Kunststücke angesehen wurden. Welche große und teils mystische Bedeutung Teppiche im Orient haben, beweisen zudem zahlreiche Märchen aus der historischen Sagensammlung Tausenduneine Nacht. Dabei handelt es sich um eine Sammlung morgenländischer Erzählungen, in denen der Orientteppich immer wieder zum magischen Fortbewegungsmittel wird. Bekannt sind unter anderem Märchen wie Aladin und die Wunderlampe, Der Dieb von Bagdad oder Die Geschichte der messingnen Stadt.

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Es ist also nicht verwunderlich, dass Teppiche aus dem Orient als Bodendekoration den Inbegriff orientalischen Wohndesigns symbolisieren. Hoch dekorativ mit Tiermotiven oder filigranen Ornamenten aus dem Morgenland versehen, stehen Orientteppiche für gehobene Wohnkultur mit einem Hauch von Exotik. Ein Orientteppich für Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Büro zeugt außerdem von kulturellem Niveau und ist in gewisser Weise auch ein Statussymbol.

Gefertigt werden echte Orientteppiche in den Regionen des sogenannten Teppichgürtels. Dieser bezeichnet jenes geographisches Gebiet, in dem die Kunst des Teppichknüpfens nach archöologischer Vermutung auch ihren Ursprung hat. Zunächst als Abdeckung für die berühmten Wohnzelte der orientalischen Nomadenvölker genutzt, wurde der Teppich später mit den Menschen sesshaft. Er fand fand so seinen Platz in stationären Behausungen und Prunkpalästen. Der Teppichgürtel erstreckt sich von Nordafrika über die Arabische Halbinsel und den Nahen Osten bis nach Nordost- und Nordchina.

Wichtigste Länder und Kulturräume für die Herstellung von Orientteppichen sind dabei

  • Marokko
  • Ägypten
  • Tunesien
  • Türkei
  • Iran
  • Kaukasus
  • Maghreb
  • Indien
  • Pakistan

Wichtige Arten von Orientteppichen im Überblick

In Sachen Größe und Form, wie auch mit Blick auf die Teppichnutzung gibt es bei Orientteppichen große Unterschiede. Neben großen Bodenteppichen gehört zum Beispiel auch der Gebetsteppich von Muslimen zur Gruppe der Orientteppiche. Im Judentum zählt man des Weiteren die geknüpften Toraschreinhüllen, besser bekannt als Parochet, zu den orientalischen Teppichen. Im alten Christentum wiederum wurden orientalische Teppiche häufig mit sakralen Motiven versehen und dann zum Beispiel zur Dekoration des Altarbereichs oder Umhüllung heiliger Reliquien verwendet. Ebenfalls erwähnt seien schmuckvolle Tierdecken und Satteltaschen aus dem Orient. Die hierzu verwendeten Teppiche waren häufig rund und werden heute gerne als kleine Teppichvorleger im Wohnbereich eingesetzt.

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Charakteristisch für Orientteppiche ist die Verwendung verschiedener Textilmaterialien wie Wolle, Baumwolle oder Seide. Insbesondere Wolle und Baumwolle kommen hier sehr vielseitig zur Anwendung. Üblich sind hochwertige Wollerzeugnisse wie Merinowolle oder veredelte, mercerisierte Baumwolle. Die zur Herstellung von Orientteppichen verwendete Naturseide wird in erster Linie aus den Kokons des im Orient weit verbreiteten Maulbeerspinners gewonnen. Je nach Herstellerregion dominieren außerdem unterschiedliche Teppichfarben, -formen und -muster. Die traditionelle Färberkunst entwickelte sich hierbei im Übrigen gemeinsam mit der Knüpfkunst. Verwendet werden ausschließlich Naturfarben, die durch das Einfärben der Fäden mit natürlichen Farbstoffen in den Teppich gelangen. Klassische Naturfarbstoffe liefern hier zum Beispiel:

  • Färber-Krapp (rot)
  • Färber-Wau (gelb)
  • Gelbwurz (gelb)
  • Indigopflanze (blau und violett, bei Überfärben mit gelben Farbstoffen auch grün)
  • Kermes- bzw. Cochenille Läuse (rot)
  • Safran (gelb-orange bzw. goldgelb)

Arten von Orientteppichen

Teppichart Farben Design
Anatolischer Teppich / Türkischer Teppich Rot, Blau byzantische Muster und Ornamente der Turkvölker (z.B. Sternmedallion); Türkischer Teppich ist häufig mit Fransen versehen; Stil reicht von rustikal bis modern elegant
Blütenteppich Weiß, Beige, Grün, Rot prunkvolle Blütenmedallions in symmetrischer Anordnung; geometrische Embleme mit strahlen- bzw. kreuzförmiger Ausdehnung; äußerst elegant und ideal für Wohnkonzepte wie den Landhausstil
Drachenteppich Rot, Schwarz, Blau, Gelb, Grün, Elfenbein, Orientteppich mit Tiermotiven oder mythischen Fabelwesen wie dem Drachen; rhombenförmige Motivfelder, die durch schmale stilisierte Blätter vom Rest des Teppichs abgegrenzt werden; häufig mit Fransen versehen; äußerst majestätisch bis mystisch im Design
Persischer Teppich Rot, Blau, Gelb besonders kunstvolle Teppiche ehemals nomadisch lebender Volksstämme im antiken Persien; geometrische oder florale Motive und Bordüren mit Mustern wie Boteh, Chartschang oder Gül, häufig rund oder quadratisch; Varianten wie der Gabbeh sind eher modern; besonders edles Teppichgeflecht für klassische oder traditionelle Wohnkonzepte
Turkmenischer Teppich Rot bzw. Krapprot namensgemäß im Kulturraum der Turkstämme weit verbreitet, z.B. am Kaspischen Meer, in Iran oder Afghanistan; wichtigstes Muster ist das Gul-Medallion, ein vieleckiges Muster mit heraldischer Bedeutung; mit oder ohne Fransen erhältlich; äußerst dekorativ auch für mediterranes Wohndesign

Orientteppiche Pflegen und Reinigen – Tipps und Empfehlungen

Orientteppiche bedürfen in Sachen Reinigung etwas Fingerspitzengefühl. Aggressive Reinigungsmittel oder Reinigungsvorgänge würden hier nur die aufwändig gearbeiteten Ornamente und Motive zerstören.

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Grundsätzlich ist bei Orientteppichen ein pH-neutrales Reinigungsmittel wichtig, um die farbliche Zusammensetzung der Muster zu erhalten. Mit Essig reinigen sollte man daher lieber nicht. Vor allem rote und blaue Naturfarben reagieren unglaublich schlecht auf Essigwasser und verfärben sich in Folge. Auch auf Reinigungsmittel wie Backpulver und Teppichreiniger mit aggressiven Zusätzen wie Tensiden sind zu meiden.

Auch sollte man Orientteppiche nicht mit Hochdruckreiniger oder mit Dampfreiniger reinigen. Hochdruckreiniger greifen hier das sensible handgefertigte Geflecht des Teppichs an. Dampfreiniger befeuchten den Teppichstoff dagegen zu stark und können so für Materialschäden sorgen.

Richtiges Reinigungsmittel für Orientteppich

Wählen Sie für Ihren Orientteppich am besten ein mildes, pH-neutrales Reinigungsmittel. Testen Sie die Mittel idealerweise vorab an einer versteckten Teppichstelle aus, um zu sehen, wie das Material darauf reagiert. Anschließend sollte man den Teppich gründlich mit einem Staubsauger vorreinigen oder mit einem Teppichklopfer ausklopfen. Das schaumig aufgemischte Reinigungsmittel wird danach vorsichtig mit dem Strich auf die Teppichoberfläche gebürstet. Wählen Sie hierfür bitte eine weiche Bürste bzw. einen weichen Schrubber aus. Auch sollte das Teppichgeflecht nicht zu nass werden.

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Zu entfernen ist der Reinigungsschaum mit einer sauberen Bürste, bevor der Orientteppich mit klarem Wasser gespült wird. Zum Erhalt der Farbstruktur ist es wichtig, den Orientteppich nach der Reinigung gut rückzufetten. Verwenden Sie am besten eine Wollfettlösung oder Lanolin für Orientteppich oder Möbel und tragen Sie dieses auf den noch leicht feuchten Teppich auf. Anschließend muss der Teppich frei schwebend an der Luft trocknen.

Tipp – Unterlage für Orientteppich: Zur weiteren Pflege des Orientteppichs empfiehlt sich eine Teppichunterlage. Sie schützt das Gewebe von unten vor Schmutz und Abnutzung.

Orientteppiche kaufen – Preise und Angebote

Der Ankauf und Verkauf von Orientteppichen ist eine ganz eigenständige Branche innerhalb der Textilindustrie. Ob Online Shops und Auktionshäuser wie ebay oder Möbelhäuser wie Ikea, Poco, Roller oder Otto. Sie alle sind für einen ausgeprägten Orientteppiche Sale bekannt. In den meisten Fällen kann man die Orientteppiche Angebote verschiedener Möbelverkäufer dabei ebenfalls online bestellen. Mit Blick auf Zusatzkosten für Versand und Lieferung empfiehlt sich diesbezüglich aber ein eingehender Preisvergleich. Und auch wer Orientteppiche günstig kaufen möchte, sollte Preise vergleichen.

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Vor- und Nachteile von Orientteppichen

  • hochwertige Handwerkskunst
  • einzigartige Dekorationselemente
  • für zahlreiche Designkonzepte im Wohnbereich geeignet
  • besonders exklusive Modelle können etwas teurer sein
  • Orientteppiche vertragen keine herkömmlichen Reinigungsmittel zur Teppichreinigung

Orientteppiche günstig kaufen – Tipps zum Preisvergleich

Die Preisklassen für Orientteppiche unterscheiden sich je nach Herstellungsart, Alter und Herkunft. Ein Persischer Teppich im Orientteppiche Sale kann hier locker einmal mehrere tausend Euro kosten. Man darf nämlich nicht vergessen, dass es sich bei orientalischen Teppichen nicht nur um Wohntextilien, sondern im Grunde auch um Kunstwerke handelt. Erfreulicherweise gibt es aber auch preiswerte Orientteppiche Angebote. Günstige Orientteppiche kaufen kann man beispielsweise gebraucht oder im Herstellerland. Einige Online Shops machen sich diese Ankaufvorteile zu Nutze und bieten entsprechend preiswerte Exemplare an.

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